Hajo Kapfer - Vertrieb als Berufung
Hajo Kapfer - Vertrieb als Berufung

Fließend Wasser in der Wand vs. Normen

Wenn Sie, so wie ich mit Schneider Massivhaus GmbH, Lüdenscheid, mit Untergeschoss bauen ist darauf zu achten das bei Boden berührenden Wänden auch geeignete Materialien verwendet werden. Am besten bei Tiefbau Bodengutachten im Vorfeld fordern. Die Bodenklasse gibt die Ausführung der kompletten Drainage und Abdichtung der Boden berührenden Wände vor. Außerdem könnte „urplötzlich“ Fels in der Erde sein, dann kommen horrende Zusatzkosten für das Abtragen des Fels auf einen zu.

 

Die Norm unterscheidet je nach Bodenklasse über verschiedene Arten von Wasser. Wasser bei lehmigem Boden erfordert nun mal eine andere Abdichtung als durchlässiger Sandboden.

 

Im Haus-/Wohnungsbau sind grundsätzlich nur orangefarbene Drainrohre (Stangenware) zugelassen. Alles andere wie gelbe Rollenware mit und ohne Kokosummantelung ist nur was für Tennisplätze und Äcker.

 

Die Rohre müssen in einem ausreichenden Gefälle und einer ausreichenden Kiesschicht liegen. Das bedeutet unter dem Rohr ausreichend Kies und über dem Rohr auch. Bevor der Kies unter dem Rohr verlegt wird muss das Filtervlies schon liegen da sowohl Kies als auch Rohr mit einem Filtervlies umwickelt sein müssen.

 

Für die Wand sollte der geneigte Hausbauer sein Augenmerk neben der Drainung besonders auf die Abdichtung der Wände legen. Abdichtung meint ob eine einfache KSK Folie oder eine mehrschichtige Bitumenmasse verarbeitet werden müssen. Je nach Bodenklasse und den sich daraus ergebenden Fließeigenschaften des Wassers ergibt sich die Ausführung gemäß DIN Norm. Egal ob Folie oder Bitumenmasse, ein Voranstrich ist notwendig. Sehr hilfreich ist hier das „Merkblatt zur Abdichtung von Mauerwerk“ der Deutschen Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau e.V.

 

Ist geklärt welche Abdichtung notwendig ist kommt der Part der Dämmung bzw. des Verhinderns das das Wasser bis zur Wand kommt /Drainplatte). Gerne wird in Werkverträgen von Dämm- oder Drainplatten mit Filtervlies gesprochen. Ob es sich auch um solche handelt sollte man unmittelbar nach Anbringen der Platten, am besten noch bei Anlieferung bzw. während der Verarbeitung, prüfen. Es gilt wieder „ist erstmal verfüllt ist alles zu spät“. Nicht geeignet sind einfache weiße Styroporplatten. Diese sind eine reine Anschütthilfe. Hier sollte man sich nicht ins Bockshorn jagen lassen, diese Platten haben keine Drainfunktion. Im Gegenteil sie saugen sich mit Wasser voll. Eine geeignete Platte ist gerillt und hat im besten Fall direkt ein daran „klebendes“ Filtervlies. Übrigens: einfach an die Wandstellen ist nicht, die Platten müssen an der Wand befestigt werden. Möglicherweise mit entsprechendem Kleber oder anderen geeigneten Materialien. Dass die Rillen zwecks abführen des anfallen Wassers vertikal verlaufen müssen versteht sich von selbst. Bevor man sich dem Hochbau widmet kurz noch zur Abdichtung auf der Bodenplatte gegen kapillar aufsteigendes Wasser. Die Bodenplatte ist vor Beginn der Maurerarbeiten mit überlappenden, heilen Bitumenbahnen zu versehen.

 

Hier ein Bild wie es nicht aussehen sollte wenn die Bodenplatte wasserdurchlässig ausgeführt wird. Risse in der Bitumenbahn sind ein hervorragender Nährboden für aufsteigende Feuchtigkeit. Sehen kann man es erst wenn die Feuchtigkeit durch den Estrich durch ist.

Was dabei rauskommt wenn der Generalunternehmer den guten Boden wegfährt und gegen irgend etwas beim Verfüllen der Baugrube austauscht sieht man auf dem nebenstehenden Bild. Richtig wäre hier Feinspiltt oder noch besser Sand.  

Gerade im Bereich zwischen Boden berührend und folgendem Hochbau ist eine vernünftige Sockelabdichtung notwendig. Das Foto zeigt eine Sockelabdichtung wie sie nicht sein sollte.  

Hier ein Bild von den sogenannten Drainplatten. Wie man sehen kann sind Diese nicht vorhanden, es handelt sich um eine simple Anschütthilfe/Mauerschutzplatte. Zudem sind sie nicht richtig verlegt, so dass das Wasser zwischen Platten und Wand herunterlaufen kann. Ebenfalls sind die Platten nicht an der Wand befestigt, sondern nur lose davor gestellt.  

Aktuelles

Maxime

Die Herausforderung ist nicht der Erstverkauf, sondern das Wiederholungsgeschäft.

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Hajo Kapfer

Diese Homepage wurde mit 1&1 IONOS MyWebsite erstellt.

E-Mail