Hajo Kapfer - Vertrieb als Berufung
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Dachstuhl und Kräfte

Auch wir kamen mit Schneider Massivhaus GmbH aus Lüdenscheid irgendwann in den Bereich des Daches. Beginnen wir damit dass die Fußfette des Daches ja irgendwo aufliegen muss. Hierzu werden spezielle hohle Steine eingesetzt (Traufe). Diese werden mit Beton verfüllt. Bei der Gelegenheit werden auch gleich die Elemente eingebracht die die Fußfette später an Ihrem Platz halten soll. Oft handelt es sich um Stahlbänder. Diese werden entweder einseitig ausgeführt oder als Rundvariante, also die Fette umschließend. Hier wäre ein Blick in die Statik angesagt. Zum Einen um festzustellen welche Variante es sein soll und muss, zum Anderen weil dort steht wie viele von den Dingern über die gesamte Länge einzubringen sind. Man möchte ja auch in einem statisch bestimmten Haus wohnen. Man kann übrigens mal darauf bestehen dass zwischen Fußfette und den mit Beton verfüllten Steinen, auf denen Diese ja liegt, eine Bitumenbahn kommt. Verhindert bei Bewegungen des Daches dass sich das Holz der Fette am Beton aufreibt und kostet nicht wirklich viel.  

 

Hier fehlt die Trennlage zwischen Fußfette und angrenzendem Mörtel – wie oben beschrieben sollen durch die Trennlage bei Bewegung des Daches Schäden an den Fetten vermieden werden.   

Vorgeschrieben waren vom Statiker Ringbänder. Wie man sehen kann wurde die Verankerung der Fußfette mittels Lochband nur von einer Seite ausgeführt. Behoben wurde dieser Mangel durch das Anbringen weiterer einseitig ausgeführter Lochbänder

Sind die Fußfetten gemäß Statik ausgeführt arbeitet man sich am Dachstuhl hoch. Als Verbindung der Sparren mit den Fußfetten kommen sogenannte „Sparren-Fetten-Verbinder“ zum Einsatz. Auch hier gibt der Statiker in der Regel vor wie viele von Diesen zu verbauen sind, z.B. alle 2 Sparren. Einfach mal darauf achten ob es gemacht wurde.  

Nun ist so ein Dachstuhl ja nicht nur auf den Fußfetten gelagert sondern besitzt auch eine Firstfette. Diese liegt auf den Giebelseiten auf/in der Wand auf. Allerdings nicht direkt auf den Steinen. Bevor die Firstfette aufgelegt wird ist ein Betonrähm zu erstellen. Dieser Rahmen kann wie der Name sagt, aus gegossenem Beton sein oder mit Fertigbetonteilen ausgeführt werden. Sinn und Zweck ist das die Dachlast nicht auf einem Stein liegt sondern über eine Fläche in die Giebelwand eingeleitet wird. Eventuell könnte man auch hier noch mit ein bisschen Bitumenbahn unter der Firstfette arbeiten. Oberes Bild bietet sehr anschaulich gleich zwei Mängel: der Betronrähm fehlt und es wurden Kreuzfugen gemauert.  

Jetzt hat ein Dachstuhl je nach Ausführung nicht nur Sparren von der Firstfette zu den Fußfetten sondern auch noch horizontale Sparren. Die liegen auf den Innenwänden auf und leiten zusätzlich Kräfte ab. Entsprechend wird auch hier auf den Stein der Innenwand ein Betonrahmen/Betonringbalken aufgebracht. Wie es nicht aussehen sollte zeigen die folgenden Bilder.

Hier ist eine freiliegende Bewehrung an der Oberfläche des Betonringbalkens erkennbar. Die Betondeckung wurde nicht eingehalten.

Hier sind dann auch noch Holzrestbestände im Betonringbalken zu sehen. Wenn ich ein Holzhaus hätte haben wollen hätte ich eins gebaut.  

Mauern ist immer mit Toleranzen verbunden. Wie es aussieht wenn dann übergenau gemauert wird auf dem Bild nebenan. Da liegt dann der Sparren auch mal auf der Mauer auf. Mit den von der Fußfette bekannten Folgen wenn das Dach in Bewegung ist.  

Dazu kommen noch Stempel unter die Firstfette. Diese stehen auf der tragenden Innenwand. Die Lagerung auf der tragenden Innenwand sollte sinnigerweise flächig sein. Will meinen dass wenn die Stempel nicht direkt bis auf die Wand reichen mit Hölzern entsprechender Größe unterfüttert werden. Es macht keinen Sinn einen 160x160mm Stempel mit Hölzern von Streichholzschachtelgröße zu unterfüttern.  

Auflagerung/Fußpunkt der Holzpfosten (Firststütze) nicht fachgerecht. Querschnitte der eingebauten Holzklötze sind unterdimensioniert. Holzfaserrichtung Pfosten und Klötze nicht identisch. Ausführung ist durch Tragwerksplaner zu prüfen.

Man sollte auch einen Blick nach draußen werfen. Es kommt immer wieder vor dass die Holzverkleidung der Dachuntersicht beschädigt ist. Diese muss dann getauscht werden.  

Da das Wasser vom Dach auch weg muss sind Fallrohre und entsprechende Rohre zur Zuführung des Niederschlagwassers in die Kanalisation notwendig. Nicht zulässig ist der hier gezeigte 90° Bogen.

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Maxime

Die Herausforderung ist nicht der Erstverkauf, sondern das Wiederholungsgeschäft.

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